Show Less
Restricted access

Friedrich Schillers Utopie vom «Bau einer wahren politischen Freyheit»

in seiner Abhandlung "Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen</I>

Series:

Michael Ganter

Friedrich Schiller behauptet, der Weg zur «wahren politischen Freyheit» führe über die «Schönheit». Diese Position wie der sprachliche und argumentatorische Stil der ‘Ästhetischen Briefe’ gab und gibt seither Anlass zur Kritik und zu widerstreitenden Interpretationen. Der Verfasser interpretiert die ‘Ästhetischen Briefe’ unter Berücksichtigung des einmaligen ‘philosophisch-poetischen’ Schreib- wie Denkstils Schillers. Er zeigt, dass Schillers Denken deskriptive wie präskriptive, realistische wie idealistische, pragmatische wie utopische, rational-wissenschaftliche wie ästhetisch-analogische Elemente umfasst. Dabei wird Schillers Bauanleitung für eine ‘wahre politische Freyheit’ als eine das Politische umfassende wie übersteigende ‘metapolitische Künstler-Utopie’ sichtbar.
Aus dem Inhalt: Schillers «Ästhetische Briefe» als politische Position oder eine apolitische Künstler-Utopie? – Das Fehlen der Totalität verunmöglicht den «Bau einer wahren politischen Freyheit» – Die (Wieder-)Annäherung an die Totalität durch die Schönheit – Schillers ‘philosophisch-poetischer’ Stil – Schillers metapolitische Künstler-Utopie vom «Bau einer wahren politischen Freyheit» – Ausblick: Rationalitätskritik und Bewusstseinsbildung. Skizze einer Theorie des Spiels in Anlehnung an Schiller.