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GUT / BÖSE – ein Januskopf?

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Eva Marsal and Regina Speck

Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet man eine Person oder eine Sache als janusköpfig, wenn sie zwei Seiten hat: eine Vorderseite und eine Rückseite, eine helle und eine dunkle, eine gute und eine böse. In diesem Band wird die Janusköpfigkeit von gut und böse diskutiert. Diese impliziert, dass weder Personen noch Sachverhalte einfachhin mit den Attributen gut oder böse belegt werden können. Es gibt diese Eindeutigkeit nicht. Menschen lassen sich nicht aufteilen in gute und böse und ihre Handlungen sind in der Folge nicht nur gut und nicht nur böse. Das zentrale Anliegen dieses Bandes ist es, der Frage nach gut und böse im wissenschaftlichen Diskurs verschiedener Disziplinen nachzugehen.
Aus dem Inhalt: Regina Speck: Statt einer Einleitung: Warum die zwei Gesichter des Janus nicht ausreichen, um zu erkennen, was gut und böse ist – Fritz Osterwalder: Das gute Kind - pädagogische Modernität und ihr theologisches Erbe – Helmut Jaschke: Die Frage nach dem Bösen in Tiefenpsychologie und Theologie – Hans-Joachim Werner: «Existiert das Böse gar nicht?» Überlegungen zum Begriff des ‘malum’ in der klassischen Metaphysik – Maria-Sibylla Lotter: Aussichten und Abgründe des moralischen Perfektionismus von Platon bis Hollywood – Reinhold Zwick: Dunkel, hässlich und voller List? Gesichter des Bösen im Film – Steffen Wesche: Gut, Böse und viel dazwischen: Die Sicht eines Richters – Joachim Kettel: Die Verarbeitung des Bösen und des Guten in der Kunst – Peter Müller: Die so genannte Wiederkehr des Bösen – Claus Günzler: Kants Imperativ und die virtuellen Optative. Zur Erosion der Gut-Böse-Frage in der omnimedialen Eventkultur – Klaus Peter Rippe: Die Antwort der Postmoderne auf die Frage nach Böse und Gut – Hans-Christoph Graf v. Nayhauss: Gut und Böse bei Franz Kafka.