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Literarizität und Geschichte als literaturdidaktisches Problem

Eine Studie am Beispiel des Mittelalters

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Jörn Brüggemann

Dieser Band bietet bildungsgeschichtliche Einblicke in das Verhältnis von Mediävistik, Literaturdidaktik und Deutschunterricht. Ausgehend von einer fach- und wissenschaftshistorischen Aufarbeitung der Mittelalterrezeption deckt der Autor diskursive Formationen auf, die die theoretische Explikation des Literaturunterrichts insgesamt betreffen. Auf diese Weise werden didaktische Leerstellen erkennbar, die sich auf die schulische Vermittlung des historischen Lektürekanons bis in die Gegenwart auswirken.
Aus dem Inhalt: Zur literaturdidaktischen Beobachtungsperpektive – Vor der Empirie – Anstelle einer Rezeptologie – Mittelalter im schulischen Lektürekanon – Der Streit um das Monopol des historischen Lektürekanons: Weichenstellungen nach 1945 – Unterschwellige Epistemologien – Mittelalter im Deutschunterricht in SBZ und DDR – Gegenwartsliteratur oder Historisierung des Literaturbegriffs? – Zwischen Literarizität und Geschichte – Literaturvermittlung im Zeichen der kulturwissenschaftlichen Wende – Historische Lesarten als Vor- und Schwundstufen literarischer Bildung – Literatur und historische Wirklichkeit in der Literaturtheorie – Der Wert des Medialen – Der Streit um angemessene Interpretationen höfischer (Tristan-)Minne – (Dis-)Kontinuitäten medienhistorischer Literaturerschließung – Zur Poetik des kulturellen Gedächtnisses höfischer Literatur – Epochenwissen als Komponente literarischer Rezeptionskompetenz – Grundprobleme der Literaturvermittlung – Desiderate für zukünftige Forschungen.