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Diktatur der Vernunft und Demokratie des Lebens

Lebensphilosophische Elemente (Georg Simmel) in den Henri-Quatre-Romanen Heinrich Manns

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Michael Zweigart

Heinrich Mann wird nach wie vor in enger Verwandtschaft zur «Utopie der Vernunft» wahrgenommen, woran er nicht unschuldig ist, da er ein Selbstbild stilisiert hat, das ihn in die Tradition der französischen Literatur und Philosophie des 18. und 19. Jahrhunderts einreiht und als Vertreter der «Vernunftphilosophie» im Gefolge der französischen Aufklärung festschreibt. Darüber vergisst sich leicht die zentrale Stellung, die bei Heinrich Mann der Begriff des Lebens einnimmt, der in die Richtung einer ganz anderen Tradition verweist: in die der Lebensphilosophie, die dargestellt und mittels der Lebensphilosophie von Georg Simmel auf das Frühwerk Heinrich Manns, seine Essayistik und vor allem die Henri Quatre-Romane angewandt wird. Es soll dem vernunftkritischen Paradigma ein lebensphilosophisches an die Seite gestellt werden.
Aus dem Inhalt: Lebensphilosophie – Vom Geist zum Leben – Schopenhauer – Nietzsche – Bergson – Dilthey – Gemeinsamkeiten der Lebensphilosophie – Leben, der Zentralbegriff der Epoche – Georg Simmel – Lebensanschauung – Subjektive und objektive Kultur – Vernunftkritisches und Lebensphilosophisches bei Heinrich Mann im Spiegel der Sekundärliteratur – Leben und Form – Leben und Geist – Geist und Tat - Sinnliches Denken - Geist und Tat – Form und Leben – Gustave Flaubert und George Sand – Leben oder Form – Tatkraft oder Intellektualität – Henri Quatre – Das Leben stark fühlen ist alles – Farnese – Leben für die Form – Prinz von Geblüt und Volk – Man muss eines und das andere sein – Frauen - Die Verbindung zum Leben selbst – Notwendigkeit, Leere und Wandel der Form – Eauze oder Wandel einer Form – Goethe - Genie - Henri – Wohlerworbene Moralansichten – Jugend, Alter und Vollendung.