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Das Kriegstagebuch des preußischen Gefreiten Albert Koch aus dem West- und Mainfeldzug des Jahres 1866

Herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Hartwig Stein

Hartwig Stein

Kriegstagebücher aus dem deutschen «Bruderkrieg» von 1866 sind selten; wenn sie von einem Mannschaftsdienstgrad stammen und die Nebenkriegsschauplätze im Westen und Südwesten beschreiben, sogar ausgesprochene Raritäten. Dieses Journal ist insofern ein Glücksfall, da es die zeitnah notierten Erinnerungen eines gut zwanzigjährigen Wehrpflichtigen unverfälscht wiedergibt. In diesem Rahmen bietet es nicht nur einen Einblick in das Leben eines Schwadronsschreibers und Meldereiters im Felde, sondern zugleich eine Fülle kultur- und militärgeschichtlicher Einzelbeobachtungen, die im Verein mit den im Anmerkungsapparat ausgewerteten Tagebüchern von 28 weiteren Kriegsteilnehmern ein breites Panorama des damaligen Kriegsalltags zeichnen.
Aus dem Inhalt: Preußische Besatzung in Schleswig – Vertreibung der Österreicher aus Holstein – Biwaks und Einquartierungen – Krieg gegen Hannover und Lazarette bei Langensalza – Operationen gegen die «Reichs-Armee» (7. und 8. Bundes-Armeekorps) – Gefecht bei Kissingen – Besetzung Frankfurts am Main – Flurschäden und Requisitionen – Reitergefecht bei Hettstadt – Beschießung Würzburgs.