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Der Modellversuch KoLA

Vom Lernfeld zum schulspezifischen Jahresarbeitsplan – von der Lernsituation zum selbstgesteuerten Lernen und zu ersten Ergebnissen einer Längsschnittstudie

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Klaus Breuer, Rüdiger Tauschek, Helmut Becker and Wolfgang Ettmüller

Schulen weisen zentrale Bildungserträge in ihren Leitbildern auf. Fragt man nach, wie diese gezielt bei Lernenden gefördert werden, ergibt sich ein uneinheitliches und zum Teil auch unbefriedigendes pädagogisches Gesamtbild. In schulischen Arbeitsplänen werden sie entweder nicht dokumentiert, oder erst gar nicht systematisch eingeplant. Hinzu kommt erschwerend, dass es sich bei diesen bereichsübergreifenden Kompetenzen um sogenannte kognitive Dispositionen handelt, die sich nur durch kontinuierliche Förderung über einen längeren Planungszeitraum entwickeln lassen. Im Bereich der Förderung fächerübergreifender Kompetenzen kommt daher den Absprachen der Lehrer untereinander bzw. dem Abstimmungsprozess innerhalb des Bildungsgang-Teams bei der Planung von Unterricht besondere Bedeutung zu.
Der Modellversuch KoLA wird gefördert aus Mitteln der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (Förderungsdauer: 01.10.2005 bis 30.09.2008, BLK-Nr.: FKZ: 74/05; K 0277). Er ist Teil eines aus insgesamt 22 einzelnen Modellversuchsprojekten bestehenden BLK-Modellversuchsprogrammes «Selbstgesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung» (Skola). In dem übergeordneten BLK-Programm «Selbstgesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung» liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Unterrichtskonzeptionen und didaktischer Materialien. Lehrerinnen und Lehrer sollen in die Lage versetzt werden, entsprechende Konzepte und Materialien zu entwickeln, einzusetzen und deren Wirksamkeit zu kontrollieren.
Aus dem Inhalt: Kurzvorstellung des Modellversuchs KoLA und seiner Arbeitsschritte – Der Kompetenzbegriff als Ausgangspunkt didaktischer Jahresarbeitsplanung – Vom Lernfeld zur Lernsituation – Dokumentation der Lernsituationen im didaktischen Jahresarbeitsplan – Kompetenz des selbstgesteuerten Lernens – Kognitionspsychologische Handlungstheorie – Idealtypische Umschreibung des selbstgesteuerten Lernens – Drei-Schichten-Modell des selbstgesteuerten Lernens – Unterrichtliche Mikroebene – Direkte Maßnahmen im Rahmen des Modellversuchs KoLA zur Förderung von Primär- und Stützstrategiewissen – Indirekte Maßnahmen im Rahmen des Modellversuchs KoLA zur Förderung von Primär- und Stützstrategiewissen – Direkte Maßnahmen im Rahmen des Modellversuchs KoLA zur Förderung der Metakognition – Förderung des selbstgesteuerten Lernens auf einem Lehrkontinuum – Theoretische Grundlagen zur Anlage der Längsschnittstudie – Im Rahmen von PISA gewonnene Daten hinsichtlich des selbst regulierten Lernens – Erhebung der Lernermerkmale im Sinne von PISA als empirische Grundlage von KoLA – Vergleich der Ergebnisse von KoLA mit den im Rahmen von PISA ermittelten Lernermerkmalen – Selbstwirksamkeitserwartungen von Schülern an berufsbildenden Schulen – Analyse des Status Quo der Lernermerkmale in Bezug auf das selbstregulierte Lernen – Analyse der Selbstwirksamkeit von Schülern berufsbildender Schulen – Fortbildungskonzeption zur Umsetzung kompetenzorientierter Curricula auf der Basis von Jahresarbeitsplänen.