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Eduard Dietz (1866-1940) – Richter, Rechtsanwalt und Verfassungsschöpfer

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Andreas Hunkel

Begeisterter Burschenschafter, überzeugter Marxist und Sozialdemokrat, leidenschaftlicher Studentenhistoriker, Prädikatsjurist, Richter in Diensten des badischen Großherzogs, berühmter Rechtsanwalt, Karlsruher Stadtrat, Schöpfer der ersten demokratischen Verfassung Badens, Vorsitzender der Badischen Anwaltskammer und schließlich Religiöser Sozialist – Das Buch geht all diesen Facetten eines Mannes nach, der zu Unrecht droht, in Vergessenheit zu geraten. Während der erste Teil des Buchs die scheinbaren Gegensätzlichkeiten und Widersprüche in der Person des (adoptierten) Arbeitersohnes Eduard Dietz detailliert beleuchtet, analysiert der zweite Teil dessen Werk auf verfassungsrechtlicher, studentenhistorischer und politischer Ebene. Seine herausragendste Leistung ist dabei der Kampf um die neue badische Verfassung von 1919. Von der Sozialdemokratie wurde er Ende 1918 in die «Vierer-Kommission» berufen, um die Eckpunkte zur Schaffung einer neuen badischen Verfassung zu benennen. Als Vorsitzender der Verfassungskommission der badischen Nationalversammlung sorgte Dietz über seinen Vorentwurf dafür, dass die erste republikanisch-demokratische Verfassung Badens seine Handschrift trug.
Aus dem Inhalt: Student der Rechte in Heidelberg und Berlin – Das burschenschaftliche Leben in der Frankonia Heidelberg – Richter und Rechtsanwalt in Offenburg und Karlsruhe – Sensationsprozess Carl Hau – Stadtrat für die SPD in Karlsruhe – Der Weg zur badischen Verfassung von 1919 unter maßgeblicher Beteiligung Eduard Dietz’ – Der Bund Religiöser Sozialisten – Vertreter der Badischen Anwaltskammer – Vergeblicher Kampf um Ludwig Marum – Verfassung 1919: systematische Analyse des Vorentwurfs Dietz.