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Die Strafbarkeit der Vorbereitungshandlung des Delikts nach dem deutschen und chinesischen StGB

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Meng Yang

Im deutschen StGB wird eine beschränkte Strafbarkeit von Vorbereitungshandlungen im Allgemeinen Teil mit einzelnen derartigen Tatbeständen – deren Zahl vermutlich zunehmen wird – im Besonderen Teil kombiniert. Im chinesischen Strafrecht als Gegenmodell zum deutschen Recht findet sich hingegen eine prinzipielle Strafbarkeit von Vorbereitungshandlungen. Ziel der Arbeit ist es, die Voraussetzungen für eine legitime Bestrafung von Vorbereitungshandlungen des Delikts in Ausnahmefällen zu suchen. Hierzu werden zunächst die Entwicklungen der Gesetzgebung und die jeweiligen Dogmengeschichten der Vorbereitungstatbestände in Deutschland und China geschildert. Sodann wird die Strafwürdigkeit von Vorbereitungshandlungen innerhalb des Paradigmas der «Vorfeldkriminalisierung» konstruktiv diskutiert. Hierbei stellt die Verfasserin zuerst einen Zusammenhang zwischen der Frage der Strafwürdigkeit der Vorbereitungshandlung und dem materiellen Begriff der Straftat fest. Anschließend wird die Diskussion im Bezugsrahmen der Rechtsgutstheorie und der Theorie der Deliktsstruktur, die zwei kritische Prüfungsmaßstäbe für die Legitimität der Vorbereitungstatbestände bilden, weitergeführt. Letzlich kommt die Verfasserin zum Ergebnis, wie eine beschränkte Strafbarkeit der Vorbereitungshandlungen zu legitimieren und kontrollieren ist.
Aus dem Inhalt: Entwicklung der Gesetzgebung und Dogmengeschichte der Vorbereitungstatbestände – Strafbarkeit der Vorbereitungshandlungen und der materielle Begriff der Straftat – Vorfeldkriminalisierung – Rechtsgutstheorie und die scheinbaren Kollektivrechtsgüter – Deliktsstrukturtheorie und die Bestrafung von Vorbereitungshandlungen – Die Legitimierbarkeit und Einschränkung der Vorbereitungstatbestände.