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Die Klöster und ihr Wirken – eine der Wurzeln des Stiftungswesens?

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Anton

In ihrer kulturellen Bedeutung und Kontinuität waren die Klöster als Träger von großen, kirchlich gewidmeten Vermögensmassen die vielleicht wichtigsten Institutionen der mittelalterlichen Gesellschaft. Neben ihren großartigen Organisationsleistungen und Leistungen der Kulturschöpfung und -bewahrung gewannen sie desgleichen Bedeutung für die Entwicklung des Stiftungswesens. Jenen Einfluss der Klöster auf das allmähliche Ausprägen von Rechtssätzen eines Stiftungsrechts quellengestützt für Thüringen und die angrenzenden Landschaften darzustellen, ist Gegenstand dieser Untersuchung. Aufgezeigt wird insbesondere der Wandel in den Vorstellungen und im Rechtsdenken der Menschen, der in ihnen den Wunsch erweckte, einen bestimmten Zweck mit Hilfe eines dazu gewidmeten Vermögens auf die Dauer zu erreichen. Hinzu tritt die Behandlung der Fragen, aus welchen Gründen man diesen Gedanken in das deutsche Recht aufnahm, welcher Rechtsgeschäfte man sich bei seiner Einführung in das Recht bediente und wie es schließlich zur Herausbildung von stiftungsrechtlichen Erscheinungen aller Art kam, die aufgrund ihrer Vielgestaltigkeit ganz von selbst zur Weiterentwicklung des Stiftungswesens beitrugen. Eine dem Buch beiliegende CD enthält zudem einen umfangreichen Quellenanhang.
Aus dem Inhalt: Geistige Grundlagen des mittelalterlichen Stiftungswesens – Seelgerätsstiftungen – Klösterliche Altarpfründestiftungen – Abts- und Konventsgut – Recht der Klostergründung – Königliche, weltliche, bischöfliche und römische Klöster – Konstruktion des Klostergutes als Stiftungsgut – Die mensa abbatis und die Probstei als stiftungsartig konstruierte Vermögensmassen – Die Klosterfabrik, das Klosterspital, der Konventstisch und die Sonderzweckvermögen zum Vorteil einzelner Konventsmitglieder.