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In der Zeichenwelt. Zu Baudelaires Poetik der «imaginatio»

Mit der Skizze einer Diskursgeschichte der "imaginatio»

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Christina Johanna Bischoff

Baudelaires Poetologie und seine poetische Praxis sind geprägt durch die Frage, wie poetische Sinnkonstitution im Zeichen einer Krise der Repräsentation denkbar sein kann. Imaginatio – das menschliche Vermögen, Abwesendes zu vergegenwärtigen – avanciert bei ihm zur Denkfigur eines zeichenhaften Weltbezugs. Die in ihr codierte Differenzerfahrung wird zum Schema einer Semioseleistung, die Sinn über ein von ihr ausgeschlossenes Anderes konstituiert. Die Arbeit fragt nach der Logik des Zeichens, die in Baudelaires Denken der imaginatio zur Geltung kommt. Anhand kunstkritischer und poetologischer Schriften rekonstruiert sie eine diesem Denken implizite Semiotik, um dann in den poetischen Texten die Spuren eines imaginativen Schreibens ausfindig zu machen. Eine Skizze des Diskurses der imaginatio geht der Spurensuche in Baudelaires Werk voran.
Aus dem Inhalt: Systematik der imaginatio: Zum Verhältnis von Imagination und Repräsentation – Diskursgeschichte der imaginatio (Aristoteles - Neuplatonismus - Descartes, Pascal - Condillac-Meister, Staël, Chateaubriand) – Baudelaires Poetik der imaginatio – Gedichtanalysen (Figurationen der Zeit - Topographien der imaginatio - Die Zeichen der imaginatio).