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Religionskritik und Ästhetik

Zur geschichtsphilosophischen Dimension religionskritischen Denkens und ästhetischer Theoriebildung

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Bettina Hesse

Religionskritisches Denken ist konstitutiv für eine kritische Philosophie. Dies lässt sich für die Religionskritik des 19. Jahrhunderts und insbesondere an Nietzsches Denken nachweisen. Wird in geschichtsphilosophischer Verallgemeinerung die Linearität christlichen Denkens als Dilemma der Neuzeit interpretiert zeigt sich, dass diese das progressive Bewegungsgesetz im Paradigma der Rationalität verantwortet und für das Subjekt ein lineares Verhältnis zur Zeit konstituiert, das die Kontinuitätsproblematik bedingt. Unter dieser religiösen Determination entsteht negatives Denken, welches an ausgewählten Philosophien untersucht wird. So kristallisiert sich eine Substitution von Religion durch Ästhetik heraus. Ästhetik wird religionskritisch betrachtet.
Aus dem Inhalt: U.a. Religionskritik von Marx, Nietzsche und Freud - Struktur mythischen Denkens - Dialektik von Aufklärung bei de Sade und Rationalitätskritik Nietzsches - Orte nicht-rationalen Denkens: Utopie und Kunst - Negatives Denken in «Adornos» Ästhetischer Theorie.