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Rechnungslegungspflichten von EU-Scheinauslandsgesellschaften im Land ihrer tatsächlichen wirtschaftlichen Betätigung

Insbesondere im Hinblick auf in Deutschland tätige englische Limiteds

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Roland Weis

Diese Arbeit befasst sich mit einem bis heute weitgehend ungeklärten Teilaspekt der Rechtsstellung von in Deutschland ansässigen Scheinauslandsgesellschaften; nämlich der Frage, welche Rechnungslegungspflichten derartige Gesellschaften und ihre Organmitglieder zu befolgen haben. Die praktische Bedeutung des Themas wurde gerade erst in der aktuellen Krise des Finanzsystems deutlich. Ein Grund für deren Entstehung war die fehlende Bilanztransparenz «fauler Kredite». Dass Banken ihre komplexen Wertpapierbuchungen außerhalb ihrer Bilanzen in sogenannte Zweckgesellschaften mit Sitz etwa in Irland oder auf den Cayman-Islands verbergen konnten, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der Wertverfall lange Zeit verborgen blieb. Der Verfasser geht der Frage nach, wie diesem Missstand begegnet werden kann.
Aus dem Inhalt: Bedeutung der international-privatrechtlichen Qualifikation des Bilanzrechts – Europarechtliche Vorgaben, insbesondere Niederlassungsfreiheit – Mögliche Missbrauchstatbestände im Rahmen der Niederlassungsfreiheit, insbesondere im Vergleich zum Steuerrecht – Problematik von erloschenen Limiteds – Rechtsvergleich mit traditionellen Gründungstheoriestaaten.