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Wissenschaftsfreiheit

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Hans-Georg Babke

Das Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit ist ein hohes Gut. In der Geschichte musste es gegen staatliche und kirchliche Widerstände erstritten werden. In der Gegenwart droht seine schleichende Aushöhlung: durch finanzielle Beteiligungen der Wirtschaft an Wissenschaftsprojekten, durch weit in die Zukunft reichende Risiken wissenschaftlich-technischer Projekte, durch die dominante positive Grundrechtsinterpretation, in der Wissenschaftsfreiheit nicht mehr als individuelles, sondern als korporatives Grundrecht verstanden wird. In diesem Band werden die philosophisch-religiösen Wurzeln der Wissenschaftsautonomie dargestellt, aber auch die kirchlichen und politischen Widerstände bis in die Gegenwart hinein. Anknüpfend an liberale Traditionen der Theologie im 19. Jahrhundert wird die Vereinbarkeit von liberaler und christlicher Freiheit betont.
Aus dem Inhalt: Hans-Georg Babke: Wissenschaft, Freiheit, Wahrheit, Gemeinwohl-Verantwortung – William J. Hoye: Wurzeln der Wissenschaftsfreiheit an der mittelalterlichen Universität – Arnulf von Scheliha: Die Diskussion um die Wissenschaftsfreiheit im Spannungsfeld von christlichem und liberalem Freiheitsverständnis – Hartmut Kreß: Wissenschaft als Kulturgut und die heutige Krise der Wissenschaftsfreiheit. Problemhinweise zu einem vernachlässigten Thema aus ethischer Sicht – Hein Retter: Wissenschaftsfreiheit, Universität und Demokratisierung im historischen Kontext – Christoph Enders: Die Freiheit der Wissenschaft im System der Grundrechtsgewährleistungen – Klaus Gahl: SKIP - Kriterien oder Argumente? Aspekte des Embryonenschutzes.