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Gestaltung und Funktion von Gefühlsdarstellungen in den Tragödien Senecas

Interpretationen zu einer Technik der dramatischen Stimmungserzeugung

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Volker Wurnig

Die Tragödien des jüngeren Seneca (philosophus) stehen einerseits in der Tradition der klassisch-griechischen Tragiker, sind aber andererseits ihnen gegenüber in einer neuartigen und noch immer umstrittenen Kunstform gestaltet. Eines ihrer bezeichnendsten Merkmale ist Senecas Technik der affektiven Einstimmung in den jeweiligen Handlungszusammenhang. Unter diesem Gesichtspunkt werden in der Arbeit die Gestaltungsweise und das besondere Kunstwollen des Autors der Silbernen Latinität erschlossen, wobei die Vielfalt literarischer Einflüsse auf dessen nachklassische Dichtung stets mitberücksichtigt wird.
Aus dem Inhalt: U.a. Das metus-Motiv in der Prologszene zu Senecas «Oedipus» - Todesmotiv und nefas-Gedanke in der ersten Phoenissenszene - Dolor und ira als einstimmende Affektzustände - Personenauftritte als Exponenten tragischer Stimmung.