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Der Weg ins Kabinett – Karrieren von Ministern in Deutschland

Eine empirische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Rekrutierungsfunktion der Parlamente

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Lars Vogel

Die Studie untersucht die Rekrutierung von Ministern als Ergebnis ihrer vorherigen politischen Karriere und berücksichtigt dabei den Wandel des Parlamentarismus in Deutschland. Das dabei benutzte Forschungsdesign ermöglicht den empirischen Vergleich von Ministern und Abgeordneten. Auf dieser Basis zeigt sich, dass die Bedeutung des Parlaments als wichtigster Rekrutierungspool gesunken ist. Als Hauptursachen werden die Professionalisierung des politischen Systems und der Wandel der Parteiorganisationen identifiziert. Die Folgen sind paradox: es werden mehr Berufspolitiker (von außerhalb des Parlaments) zu Ministern ernannt, aber zugleich gelangen mehr Minister ohne «Ochsentour» ins Kabinett. Diese Entwicklungen sind in Ostdeutschland teilweise weiter vorangeschritten als in Westdeutschland.
Aus dem Inhalt: Karrieretheoretische Analyse der Elitenrekrutierung – Professionalisierung Parlamentarismus im Wandel – Verankerung und Erfahrung im Parlament – Amtsdauer – Vorpolitische und politische Karriere inner- und außerhalb des Parlaments – Fachqualifikation – Ost-West-Vergleich – Multivariate logistische Regression.