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Der Typenvergleich aus europarechtlicher Sicht

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Stephanie Hochheim

Der Typenvergleich stellt eine aus der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofes entwickelte Methode im deutschen Steuerrecht dar, um Rechtsformen ausländischer Gesellschaften in den Dualismus der Unternehmensbesteuerung einzuordnen. Diese Arbeit untersucht die Methodik des Typenvergleichs unter europarechtlichen Gesichtspunkten. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet die Frage der Vereinbarkeit des Typenvergleichs mit den europarechtlichen Grundlagen, im Speziellen mit der Niederlassungsfreiheit. Die Arbeit geht der Frage nach, ob der Typenvergleich dem fortschreitenden Einfluss des Europarechts auf das nationale (Steuer-)Recht standhalten kann. Aufgrund des gefundenen Ergebnisses geht die Untersuchung folgerichtig auf mögliche Alternativen zum Typenvergleich und europaweite bzw. nationale Lösungswege bis hin zu einem grundlegenden Systemwechsel im deutschen Steuerrecht ein. In diesem Zusammenhang kann die Untersuchung als Appell – aus wissenschaftlicher Sicht gerichtet an den oder die Gesetzgeber – angesehen werden, aus dem aufgezeigten Ergebnis die aus europarechtlicher und nationaler Sicht zutreffenden Konsequenzen zu ziehen.
Aus dem Inhalt: Das Bedürfnis für den Typenvergleich – Entwicklung des Typenvergleichs – Anerkennung des Typenvergleichs – Methode des Typenvergleichs – Rechtsnatur des Typenvergleichs – Der Einfluss des Europarechts auf den Typenvergleich – Vereinbarkeit des Typenvergleichs mit dem Europarecht – Mögliche Maßnahmen zur Vorbeugung gegen eine Verwerfung des Typenvergleichs durch den EuGH – Vereinbarkeit der Zuordnung in den Katalog des § 1 Abs. 1 KStG mit den Vorgaben der europarechtlichen Rechtsprechung.