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Ritter, Harlekin und Henker

Der junge Heine als romantischer Patriot und als Jude.- Ein Versuch

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Jürgen Voigt

Jude sein zu müssen, ohne es sein zu wollen - das ist das Gesetz, das im Zeitalter der politischen Restauration Heines Lebensgeschichte bestimmt und sich in seinem Verhalten und in seinen Schriften niederschlägt. Heines Werk behandelt nicht nur an einigen Stellen Themen aus Geschichte und Gegenwart des Judentums - es ist als ganzes und gerade auch in stilistisch-formaler Hinsicht das Werk eines aufgeklärten Juden, der aus der ihm von der Gesellschaft auferlegten Rolle des Aussenseiters nicht herauskommt, ja diese Rolle sich schliesslich zu eigen macht. Die Signaturen, die Heine für sich selber verwendet - Ritter, Harlekin und Henker - veranschaulichen diesen Weg in die Isolation des radikalen jüdischen Denkers.
Aus dem Inhalt: Aufgeklärte Erziehung - Restauration - Die Heilige und der Jude - Verstossung aus der Burschenschaft - Die Signatur des wunden Ritters - Vom selbstironischen Narren zum satirischen Harlekin - Der ewige Jude - Scharfrichterliche Personalpolemiken - Dialektik der Revolution - Der «Neue Ritter».