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Die Phänomenologie der poetischen Imagination bei Gaston Bachelard

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Klaus Jäger

Gaston Bachelard wendet sich in seinen späten Werken immer mehr der poetischen Imagination zu. Er will die Bilder der Dichter lesen, um auf diese Weise selbst zu einem imaginierenden Bewusstsein zu gelangen. Als träumender Leser lädt er jeden dazu ein, mit ihm zu träumen. Dabei liegt ihm nichts ferner, als uns etwas verkündigen zu wollen. Und wie er einerseits keinerlei Lehre im Sinne vorschreibender Kategorien mitzuteilen hat, entzieht er sich andererseits selbst allen Versuchen, sein Denken in ein Schema einzuordnen. Bachelards philosophische Reflexion geschieht als Hingabe an das Verständnis des Menschen selbst und der ihn umgebenden Welt. In freiwillig gewählter Einsamkeit kommt er aber nicht nur auf sich zurück, sondern auf den Menschen als solchen, dessen Wohl in seinem Sichverstehen liegt, im Geschehen des Lebens als Erleben von Wissen und Wahrheit, als Möglichkeit, zu einem glücklichen Leben zu gelangen.
Aus dem Inhalt: Das dichterische Bild – Die Einbildungskraft – Die Träumerei – Der Stoff – Bachelards materialistischer Transzendentalismus – Doppelheit des Wissens – Philosophische Reflexion als Hingabe an das Selbst- und Weltverständnis des Menschen – Bachelards Lehre als Einladung – Eduardo Chillida: Hommage an Gaston Bachelard.