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Homo universalis

Evolution, Information, Rekonstruktion, Philosophie- Erhard Oeser zur Feier seines 70. Geburtstages

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Stephan Haltmayer, Franz Wuketits and Gerhard Gotz

Schon Alkmaion hat Aristoteles zufolge die missliche Lage der Menschen treffend so charakterisiert: Diese gehen zugrunde, weil sie nicht in der Lage sind, «Anfang» und «Ende» ihres Daseins nach Art eines Kreises zu verknüpfen. Oder kann einem Menschen diese ungeheuerliche Verknüpfung zu guter Letzt nicht vielleicht doch noch gelingen? Der Universalgelehrte, dem sie für seine Zeit in hoher Stringenz als Letztem gelang, ist, wie man sagt, Leibniz gewesen. Die Schwierigkeit einer adäquaten Verknüpfung ist in neuerer Zeit freilich eher größer geworden. Dennoch bleibt es – für die Menschheit ebenso wie für das Individuum – unerlässlich, um die besagte Verknüpfung von Anfang und Ende in der eindrucksvollen Weise des im Wege dieses Buches gefeierten «Homo universalis» nach besten Kräften unausgesetzt bemüht zu sein.
Inhalt: Gerda Bodenseher: Jean Pierre Changeux und die Französische Neurophilosophie – Richard Kiridus-Göller: Zur Differenz von Logos und Nomos: Wahr ist, was überlebt – Manfred Wimmer: Jenseits von Reduktionismus und unkritischem Holismus – Maria Wuketits: Wissenschaft und das Abenteuer Information – Werner Gabriel: Eine andere Zeit – Gerhard Gotz: Der «intelligible Charakter» des Menschen – Stephan Haltmayer: Der Briefwechsel zwischen Erwin Schrödinger (1887-1961) und Erich Heintel (1912-2000) in den Jahren 1953 und 1954 – Hans-Dieter Klein: Theoretische Biologie als Prinzipienwissenschaft – Johannes Kokkinos: Das Verdoppelungsprinzip bei Platon als Gegenstand mathematisch-philosophischer Reflexion – Wilhelm Lütterfelds: Die reflexionsvergessene Naivität der Leib-Seele-Diskussion (Metzinger) und die Notwendigkeit eines transzendentalen Bewusstseins-Begriffs – Şafak Ural: Do We Have to Die? – Franz M. Wuketits: Erhard Oesers Werk im Überblick – Stephan Haltmayer: Die seit 1998 publizierten Aufsätze und die seither betreuten bzw. begutachteten Diplomarbeiten und Dissertationen samt einer inzwischen begutachteten Habilitation – Şafak Ural: Unvergessener aktueller Arbeitskreis Wien-Istanbul – Albin Zuccato: Poetischer Ausklang.