Show Less
Restricted access

Die Konstruktion von Differenz im Diskurs zur «Wissensgesellschaft»

Eine Analyse des institutionellen Diskurses der Europäischen Union am Beispiel der Kategorie «Ältere»

Series:

Roswitha Hofmann

Angesichts zunehmender sozialer Ausgrenzung in Europa stellt die Autorin die Frage, inwiefern das Leitbild der «Wissensgesellschaft» – wie häufig behauptet – dieser gesellschaftlichen Tendenz entgegenwirken kann. Ausgehend von postmodernen Differenztheorien spürt sie beispielhaft der diskursiven Etablierung und Positionierung der Diversitätskategorie «Älterer» im institutionellen EU-Diskurs zur «Wissensgesellschaft» nach. Die dafür vorgenommene Diskursanalyse zeigt, wie über Problem- und Lösungsnarrationen Identitäts- und normalisierendes Orientierungswissen in Bezug auf «Ältere» etabliert wird. Die Analyse macht deutlich, dass es dem EU-Diskurs zur «Wissensgesellschaft» an multiplen Perspektiven mangelt und zudem Anschlüsse an die europäischen Antidiskriminierungs- und Nachhaltigkeitsdiskurse völlig fehlen. Ziel des Buches ist es, gegenüber gesellschaftlichen Leitbilddiskursen wie der «Wissensgesellschaft» ein stärkeres kritisches Diskursbewusstsein anzuregen, um deren gesellschaftsgestaltenden Bedeutung gerecht zu werden.
Aus dem Inhalt: Die «Wissensgesellschaft» zwischen Differenzsetzung und Integrationsanspruch – Wissens- und Gesellschaftsbegriff aus diskurstheoretischer Sicht – Differenztheoretische Ausgangspunkte – Problem- und Lösungsnarrationen – Differenzsetzungsstrategien – Die «Wissensgesellschaft» als «empty signifier».