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Der Raum und seine Texte

Konzeptualisierungen der Hucul‘ščyna in der mitteleuropäischen Literatur des 20. Jahrhunderts

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Renata Makarska

Nicht nur die Literatur bringt Räume hervor, auch Räume können über Jahrhunderte hinweg neue literarische Narrative erzeugen. In Konzeptualisierungen der Hucul‘ščyna in der polnischen, ukrainischen und österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts – als Heimat der Edlen Wilden, Schmiede von Nationalhelden, verlorenes Paradies, Nabel der Welt, neues Hellas, Ursprung des Erzählens – spielen die Elemente der kulturellen Energie der Ostkarpaten (Beschaffenheit der Landschaft, Verbundenheit zwischen Mensch und Natur, religiöser Synkretismus, Topoi der oralen Tradition, Mehrsprachigkeit und materielle Kultur) eine zentrale Rolle. Unter Einbezug der Diskussionen um den spatial turn, die Mitteleuropa-Debatte sowie die Regionalisierungsprozesse im heutigen Europa werden zahlreiche literarische Texte analysiert.
Aus dem Inhalt: Die kulturelle Energie der Karpaten – Die Hucul‘ščyna als verlorenes Paradies (Georg Drozdowski, Alfred Gong, Gregor von Rezzori) – Die Hucul‘ščyna als pars pro toto der Ukraine (Marko Čeremšyna, Vasyl’ Stefanyk) - Die Hucul‘ščyna als die heilige Mitte der Welt (Stanislaw Vincenz) – Die Hucul‘ščyna als die Heimat des Erzählens (Vasyl’ Herasym’juk, Jurij Andruchovyč, Taras Prochas’ko) – Die Romantisierung der Huzulen – Die Huzulen als Edle Wilde, Räuber, Nationalhelden und Postmodernisten.