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Türkenangst und Festungsbau

Wirklichkeit und Mythos

Series:

Harald Heppner and Zsuzsa Barbarics-Hermanik

Die Wechselbeziehungen der Phänomene Türkenangst und Festungsbau im Raum zwischen Donau und Adria, wo sich im 15.-18. Jahrhundert die machtpolitischen Interessen der Habsburgermonarchie sowie Venedigs mit denen der Osmanen kreuzten, waren vielfältig. Der zeitliche Rahmen des Bandes beschränkt sich allerdings nicht auf die Periode der Frühen Neuzeit, sondern erstreckt sich über die ‘postosmanische Zeit’ hinaus. Türkenangst als politisches Druckmittel wurde sowohl von den Osmanen als auch von den Habsburgern eingesetzt. Für die Geschichte des Festungsbaugürtels der Habsburgermonarchie und Venedigs werden u.a. folgende Fragen herangezogen: Inwieweit fungierten Festungen als ständige Baustellen oder als wirtschaftliche Faktoren? Welche Zusammenhänge bestanden zwischen Festung und Landschaft in diesem Kontext? Was bedeuten Türkenangst und Festungsbau für die moderne Tourismusindustrie?
Aus dem Inhalt: Ernst D. Petritsch: Angst als politisches Instrument der Osmanen? – Zsuzsa Barbarics-Hermanik: Reale oder gemachte Angst? Türkengefahr und Türkenpropaganda im 16. und 17. Jahrhundert – Géza Pálffy: Die Türkenabwehr der Habsburgermonarchie in Ungarn und Kroatien im 16. Jahrhundert: Verteidigungskonzeption, Grenzfestigungssystem, Militärkartographie – Hrvoje Petrić: The Fortress as an Economic Factor: The Slavonian Military Border in the 17th Century – Andrej Žmegač: Venezianische Festungen an der ostadriatischen Küste – Robert Rill: Die Festung als Baustelle im 18. Jahrhundert – Harald Heppner: Festung und Landschaft im Zeitalter der Türkenkriege – Leopold Toifl: Die Festung Graz und was von ihr übrig blieb – Thomas Gussmagg: Festung und Tourismus am Beispiel Österreichs, Ungarns, Sloweniens und Kroatiens.