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Rolf Bongs

Dissoziation eines Schriftstellers im Spannungsfeld zwischen Selbststilisierung und Anpassung

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Agnieszka Rajewska-Perzynska

Diese Studie ist der Versuch einer wissenschaftlichen Annäherung an das Werk und die Biographie des Düsseldorfer Schriftstellers Rolf Bongs (1907-1981). Die Verfasserin stellt die These auf, dass der heute kaum noch bekannte Autor zu der Alterskohorte der um «neunzehnhunderttraurig geborenen» (Orłowski) Schriftsteller gehört, deren Berufsfindungsprozess im Nationalsozialismus nicht unterbrochen wurde, wenn dieser Prozess auch in einem Schlängelpfad zwischen Anpassung und Abwehr zu manchen Deformationen führte, die hier als soziologische Dissoziation definiert werden können. Ihre Konsequenzen in der Nachkriegszeit gehören zu den Hauptthemen der Arbeit.
Aus dem Inhalt: Rolf Bongs: Werdegang eines Schriftstellers in der Zeit des Nationalsozialismus – Der befangene Zeitzeuge - biographische Determinanten der Dissoziation – Deformation des Lebensraums unter der Diktatur – Nachkriegszeit: Verdrängung und Suche nach dem Ich – Bongs Strategien literarischer Auseinandersetzung mit Erfahrungen aus dem Dritten Reich – Rückblickendes Urteil über den nationalsozialistischen Staat – Erzwungene Konfrontation - Lanser versus Bongs.