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Gesellschaftliche Arbeit oder Arbeit und Interaktion?

Zum Stellenwert des Arbeitsbegriffes bei Habermas, Marx und Hegel

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Eberhard Rüddenklau

Der Begriff der «Gesellschaftlichen Arbeit», wie ihn die Marxsche Theorie entwickelt hat, kann als Fundamentalkategorie einer materialistisch gewendeten Geschichtsphilosophie in praktischer Absicht aufgefasst werden. Bei seiner Ableitung verdankt Marx der Philosophie Hegels freilich mehr als nur die Methode der «Negation der Negation»; für die «Marxsche Theorie der gesellschaftlichen Arbeit» ist Hegels dialektische Aufhebung des Aristotelischen Dualismus von poiesis und praxis nicht weniger als die conditio sine qua non. Vor diesem Hintergrund muss der Versuch von Habermas, seine Wissenschafts- und Gesellschaftstheorie auf die voneinander unabhängigen Kategorien von «Arbeit» und «Interaktion» zu begründen, notwendig als anachronistisch erscheinen.
Aus dem Inhalt: Die philosophische Genesis des Theorie-Praxis-Problems - Der Begriff der Arbeit bei Habermas vor dem Hintergrund der Systemkonzeptionen von Marx und Hegel - Philosophie der Praxis unter Berücksichtigung ihres dialektischen Verhältnisses zur Natur.