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Iran als Spielball der Mächte?

Die internationalen Verflechtungen des Iran unter Reza Schah und die anglo-sowjetische Invasion 1941

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Ghazal Ahmadi

Diese Arbeit untersucht die Außenpolitik des Iran in der Regierungszeit Reza Schahs von 1921 bis 1941 im Spannungsfeld zwischen Großbritannien, der Sowjetunion und dem Deutschen Reich. Es wird analysiert, wie das Land in diesem Mächtegeflecht zu einer selbstbestimmten und souveränen Außenpolitik in der Lage war. Dabei wird aus globalgeschichtlicher Perspektive und mit transnationaler Orientierung den Ansätzen der entangled history ebenso Rechnung getragen wie der Theorie des informal empire. Es zeigt sich, dass es dem von Reza Schah zentralisierten und modernisierten Staat gelang, eine neue Positionierung innerhalb der Staatengemeinschaft zu erlangen und neue Akzente zu setzen. Doch spätestens die anglo-sowjetische Invasion 1941 bewies, wie weit die informelle Herrschaft Großbritanniens und der Sowjetunion im Iran bereits reichte.
Inhalt: Persiens Außenpolitik 1921 bis 1941 – Das neue Persien des Reza Schah – Die Großmächte im Iran, von Intervention zu Indifferenz und zurück, 1921 bis 1941 – Der Iran im Zweiten Weltkrieg: die anglo-sowjetische Invasion 1941 und die Frage der fünften Kolonne.