Show Less
Restricted access

Kollegialprinzip oder Einzelrichter

Die Entwicklung des zivilrechtlichen Spruchkörpers bei den Landgerichten sowie den Oberlandesgerichten seit 1879 unter besonderer Berücksichtigung der Reformen von 1974 und 1976

Series:

Markus Tüxen

Bereits wenige Jahre nach Inkrafttreten der Zivilprozessordnung von 1877 mit der Entscheidung des Reichsgesetzgebers für das Kammerprinzip sowohl für das erstinstanzlich tätige Landgericht als auch für die Oberlandesgerichte waren Bestrebungen erkennbar geworden, die Zuständigkeit der Zivilkammern zugunsten eines Einzelrichters zurückzudrängen. Gleichwohl hat es schließlich eines Zeitraumes von knapp 125 Jahren, nämlich bis zur Zivilprozessreform von 2002, bedurft, die Idee eines erstinstanzlich originär zuständigen Einzelrichters beim Landgericht zu verwirklichen. Diese Entwicklung wird unter Herausstellung der für und wider das Kollegialprinzip bzw. den Einzelrichter angeführten Argumente nachgezeichnet. Im Zentrum des Interesses dieser Arbeit stehen dabei die Reformen des Zivilprozesses in den Jahren 1974 und 1976.
Aus dem Inhalt: Einführung des streitentscheidenden Einzelrichters – Die Emminger-Reform von 1924 – Die Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere das sogenannte «Amt Neuordnung der Gerichtsverfassung» – Reformen des Zivilprozessrechts von 1974 und 1976 – Das Entlastungsgesetz von 1974 – Die Vereinfachungsnovelle von 1976.