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Translatorische Fragen der Ambivalenz und Implizitheit bei Mephistopheles

Dargestellt an französischen Übersetzungen von Goethes "Faust I</I>

Series:

Windyam Fidèle Yameogo

Mephisto ist bekanntlich eine unumgängliche Figur in Goethes Faust I (1808). Das zwielichtige Wesen der Figur sowie die Subtilität, mit der sie die Sprache gebraucht, werden in dieser Arbeit mit den Kategorien der Ambivalenz und Implizitheit erfasst. Die hierbei zentralen Bereiche Mehrdeutigkeit, Höflichkeit und Zitat (Exkurs) werden in ihrer translatorischen Relevanz untersucht. Ausgewählte Szenen von Goethes Faust I werden in der Mehrfachübersetzung ins Französische (Nerval, Lichtenberger, Malaplate und Amsler) nach einem kommunikationswissenschaftlichen Ansatz exemplarisch analysiert. Dabei tritt ein breites Spektrum an Schattierungen von Ambivalenz und Implizitheit hervor. Aus translatorischer Sicht verdient die Regisseur-Figur Aufmerksamkeit, weil sie Ebenen der Metakommunikation aktiviert.
Aus dem Inhalt: Entwicklungslinien der Goethes-Faust I-Übersetzungen – Goethes Mephisto als Produkt eines Synkretismus – Implizitheit aus sprachwissenschaftlicher Sicht und in der dramatischen Kommunikation – Implizite Ausdrucksweisen des Mephistopheles im Übersetzungsvergleich.