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Ursache und Interpretation

Aufsätze zur Literatur und ihrer Vertonung

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Edwin Vanecek

Die Verbindung der beiden Kunstgattungen Literatur und Musik zieht sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch die Literatur – ebenso wie durch die Musikgeschichte. Doch was bedeutet die bekannte Feststellung «Wo die Sprache aufhört beginnt die Musik»? Was bedeutet es, dass die Grenzen unserer Sprache die Musik zu ihrer Fortführung machen? Es ist der ewige Wunsch, sobald wir Sprache verwenden, mit ihr mehr sagen zu wollen als wir sagen können – der Wunsch nach einer Sprache des Geistes und einer anderen des Herzens. Und als wäre diese Sprache gefunden worden in der Oper, im Lied, sind Werke entstanden als eine Erfüllung des Verlangens die Grenzen der Sprache zu überwinden. Sprachlose Antworten sind es, die hier untersucht werden und dabei solchen literarischen Werken gegenübergestellt sind, die noch keine solche Ergänzung erfahren haben.
Inhalt: Der zerbrochne Krug: Translation der Sphäre des Vorsprachlichen in Sprachrealität – Problematik signifikanter Sprache – Dramatisierung in Emilia Galotti: Vorsprachlichkeit im Stück als nicht dargestellte, bedingende Handlung – Übertragung Außersprachlichkeit auf Musik in Wedekind/Berg: Lulu – Anwendung besonders im Opernschaffen von Vivaldi, Haydn, Bellini, Verdi, Wagner.