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Gestaltungsformen des Behindertentestamentes

Unter besonderer Betrachtung der Vermächtnislösung und des Berliner Testamentes

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Tina Meyer-Dulheuer

Die Zulässigkeit von Behindertentestamenten wurde in der Vergangenheit lebhaft diskutiert. Seit über die grundsätzliche Wirksamkeit solcher Konstruktionen weitgehend Einigkeit herrscht, verlagert sich die Diskussion zunehmend hin zu der Frage nach ihrer Ausgestaltung im Einzelnen. Die Tatsache, dass zwei höchstrichterlichen Entscheidungen in den letzten Jahren erneut Behindertentestamente zugrunde lagen, zeigt, dass hier noch lange keine Rechtssicherheit herrscht. Mit Zulässigkeit und praktischer Tauglichkeit der am häufigsten vorgeschlagenen Gestaltungsformen beschäftigt sich diese Arbeit. Zudem geht die Autorin auf Fragen ein, die in der Diskussion um die Wirksamkeit des Behindertentestamentes nach wie vor offen sind. Im Ergebnis existiert kein Patentrezept für die Gestaltung eines Behindertentestamentes. Zwar erweist sich die Verbindung mit einem Berliner Testament als Fehlkonstruktion. Welche Gestaltungsform aber stattdessen zu wählen ist, ist letztlich der individuellen Situation der Betroffenen geschuldet.
Aus dem Inhalt: Typische Grundstrukturen bei der Erbeinsetzung eines Behinderten – Konstruktion der Erbschaftslösungen – Konstruktion der Vermächtnislösungen – Das klassische Behindertentestament – Die umgekehrte Vermächtnislösung – Das Berliner Testament – Die Nacherbenlösung – Gestaltungsformen der Vermächtnislösung – Die Problematik der Sittenwidrigkeit.