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Signalwirkungen und Bilanzpolitik mithilfe selbst erstellten technologiebezogenen immateriellen Vermögens

Reifeprüfung für bilanzrechtliche Sorgenkinder

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Christian Höllerschmid

In Österreich steht der Bilanzierung selbst erstellter immaterieller Anlagen noch ein Bilanzierungsverbot entgegen; in Deutschland wurde dieses durch das BilMoG in ein Bilanzierungswahlrecht umgewandelt. Das Bilanzierungsverbot wird bzw. wurde damit begründet, dass die Existenz selbst erstellter immaterieller Anlagen regelmäßig schwer nachweisbar und eine objektivierte Bewertung kaum möglich ist. Diese Arbeit untersucht, ob Manager die Ermessensspielräume bei der Bilanzierung selbst erstellter immaterieller Anlagen für bilanzpolitische Gestaltungen nutzen. Basierend auf Paneldaten österreichischer und deutscher Konzernabschlüsse nach IFRSs wird analysiert, ob die Profitabilität, der Verschuldungsgrad und die Unternehmensgröße die Entscheidung pro oder contra die Inanspruchnahme des De-facto-Aktivierungswahlrechts des IAS 38 und die Höhe des Nettoergebniseffekts daraus beeinflussen.
Aus dem Inhalt: Referenzpunkte der aktuellen bilanzrechtlichen Diskussion über selbst erstelltes immaterielles Anlagevermögen – Bilanzpolitische Gestaltungsspielräume – Stand der empirischen Rechnungslegungsforschung zur Bilanzierung von F&E – Binäre Logit-Analysen der Entscheidung zur Aktivierung von Entwicklungskosten – Panelökonometrische Analysen des Nettoergebniseffekts aus der Aktivierung von Entwicklungskosten.