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Langzeitarbeitslosigkeit in der Metropolregion Rhein-Neckar

unter Mitwirkung von Sonja Hamberger

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Tobias Hagen

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die gut ausgebauten Verkehrsverbindungen kaum ausgleichende Wirkung bei der Höhe der Langzeitarbeitslosigkeit erzielen können, obwohl die Entfernungen zwischen ländlich und städtisch geprägten Kreisen in der Metropolregion Rhein-Neckar gering sind. Ausschlaggebend für die teilweise recht deutlichen Unterschiede sind insbesondere die sozio-ökonomischen Merkmale der Arbeitssuchenden, wie Herkunft, Bildungsstand und Qualifikation. In Städten leben mehr Menschen mit Migrationshintergrund und niedrigem Bildungsstand. Gleichzeitig werden dort immer stärker qualifizierte Arbeitskräfte nachgefragt, die allerdings häufig von außerhalb einpendeln. Dennoch konnte in den städtisch geprägten Kreisen, allen voran Mannheim, das Nichtzusammenpassen von offenen Stellen und Arbeitssuchenden (sog. Mismatch) von Mitte 2005 bis Ende 2008 deutlich verringert werden. Der überdurchschnittliche Abbau des Mismatch in den Städten kann dabei möglicherweise auf einen «Hartz IV»-Effekt («Fördern und Fordern») zurückgeführt werden. Da die Nachfrage nach höherqualifizierten Arbeitskräften weiter steigen wird, muss nach Überzeugung der Autoren zukünftig noch mehr im Bereich Bildung und Ausbildung getan werden – insbesondere in städtisch geprägten Kreisen. Zudem müssen Städte wieder attraktiver für höherqualifizierte Arbeitskräfte werden.
Aus dem Inhalt: Räumliche Nähe und Infrastruktur – Langzeitarbeitslosigkeit in den Gebietskörperschaften der Metropolregion Rhein-Neckar – Arbeitsmarktstruktur – Sozial- und Wirtschaftsstruktur – Arbeitsmarktpolitik – Ökonometrische Analyse basierend auf Kreisdaten.