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Das verlorene heroische Zeitalter

Held und Volk in Heinrich von Kleists Dramen

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Gabriele M. Wickert

Frau Wickerts Arbeit untersucht das Thema Heros und heroisches Zeitalter in seiner Bedeutung für die gesellschaftspolitische Ein- stellung Kleists, die sich der üblichen regressiven oder progressiven Etiquettierung entzieht und sich als politisch weltfremd erweist. Sie ist, wie gezeigt wird, am Ideal absoluter Freiheit bei absoluter Bindung orientiert, ein Ideal, das von Kleist als «Natur» qua heroische Zeit vergöttert und vor allem in den Dramen als kritisch-utopisches Gegenbild zur eigenen Zeit dargestellt wird. Entwicklung und Abwandlung dieses Themas werden in den entsprechenden Dramen interpretiert. Auch der sozial-politische Unterschied zu den die Ständestruktur des Mittelalters idealisierenden Romantikern wird deutlich gemacht. Mit diesen Ergebnissen bietet Dr. Wickerts Arbeit einen wichtigen neuen Beitrag zum Verständnis Kleists.
Aus dem Inhalt: I. Einleitung und Einführung in die Thematik- II. «Robert Guiskard»: Heros und Geschichte - III. «Penthesilea»: Heros und Antinatur - IV. «Die Hermannsschlacht»: Heroischer Durchbruch der Natur - V. «Prinz Friedrich von Homburg»: Heros und Staat - VI. Zusammenfassung.