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Der Roman als Medium der Reflexion

Eine Untersuchung am Beispiel dreier Romane von Saul Bellow (Augie March, Herzog, Humboldt's Gift)

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Hubert Zapf

Saul Bellows Ausnahmestellung in der amerikanischen Gegenwartslitera- tur dürfte nicht zuletzt mit der dominierenden Rolle zusammenhängen, die in seinem Werk die Reflexion spielt. Dieser bisher noch nicht systematisch untersuchte Aspekt seiner Werke wird in der Arbeit in den Mittelpunkt gestellt und am Beispiel dreier seiner bekanntesten Romane analysiert. Von einem hermeneutisch gefassten und sozialpsychologisch konkretisierten Reflexionsbegriff aus werden die Romane in ihrem Strukturprinzip erhellt und damit zugleich in ihrer Leistungsfähigkeit als Medium der «geistigen Bewältigung» der Gegenwart in den Blick gerückt, wie sie Musil vom modernen Roman fordert.