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Lessings «Philotas»: Ästhetisches Experiment mit satirischer Wirkungsabsicht

Ein Beitrag zur Quellenforschung, Text- und Wirkungsgeschichte

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Jutta Gädeke Schmidt

Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit Lessings Einakter Philotas, einer vielschichtigen Tragödie, hinter deren kunstvollem Aufbau und reichem Bildergeflecht tiefe Lebenswahrheit und scharfe Kritik sich vereinigen. Als Satire auf Racines Tragödie Alexandre le Grand zur Widerlegung aller von Gottsched für das Trauerspiel aufgestellten Regeln konzipiert, hat Philotas Lessing ausserdem als Prüfstein gedient in der Auseinandersetzung mit den Schweizern über die Fabeltheorie, bei der Ausarbeitung des Aristotelischen Tragödiensatzes und der Theorie über die Perspektive in der Dichtung.
Aus dem Inhalt: Die vorliegende Untersuchung ist eine Deutung und eine Dokumentation der Text- und Wirkungsgeschichte von Lessings Philotas. Es hat sich nach Erschliessung der autobiographischen Komponente und der ästhetischen Einflüsse gezeigt, dass dieser Einakter ein ästhetisches Ideenmodell ist.