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Zwischen Kunstfreiheit und Kontrolle

Strukturprobleme öffentlicher Theater am Beispiel eines Staatstheaters

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Claudia Siede-Hiller

Hinter der Auseinandersetzung um das Verhältnis von Kunstfreiheit und Wirtschaftlichkeit an den öffentlich subventionierten Theatern verbergen sich unterschiedliche politische Standpunkte. Sowohl die Finanzkontrolle als auch die staatliche Kunstfreiheitsgarantie sind Bestandteile des Subventionssystems. Die Prüfungsergebnisse der Rechnungshöfe für die öffentlichen Theater, die lediglich 'Empfehlungen' darstellen sollen, bestimmen in ihrer ökonomischen Rationalität zunehmend auch die kulturpolitischen Entscheidungen der verantwortlichen Politiker. Die Verflechtungen von ökonomischen, politischen und künstlerischen Interessen werden hier am Beispiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden historisch begründet und empirisch anhand der Spielzeiten 1975-78 untersucht.
Aus dem Inhalt: U.a. Gegensatz von Repräsentation und künstlerischer Funktionalität - Die ökonomische Rationalität der Rechnungsprüfung und der Wirtschaftlichkeitsgutachten für das Hessische Staatstheater Wiesbaden - Künstlerische Mitsprache, Mitbestimmung als Bestandteil der aktiven Kunstfreiheitsgarantie des Staates - Strukturmerkmale künstlerischer Erfahrung.