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Theodor Fontane und das «Schau-Spiel»

Die Künstlergestalten als Bedeutungsträger seines Romanwerks

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Sylvain Guarda

Diese Studie untersucht die Bedeutung und Funktion der Künstlergestalten im Romanwerk Theodor Fontanes (1818-1898). Neben wertvollen Einsichten in die Täuschungsmanöver seines Humors vermittelt sie auch ein schärferes, zum Teil unerwartetes Bild von Fontanes Künstlerpersönlichkeit. Die Aufdeckung eines mythisch unterbauten Denkschemas in fünf Romanen führt den Verfasser im Schlussteil zu einer neuen Begründung von Fontanes «Modernität». Fontanes «Schau-Spiele» werden dabei als Ouvertüren zu den deutschen und österreichischen fin-de-siècle Festspielen sowie auch als mehrstimmiges Plädoyer für eine Vermählung des Lebens mit den Künsten betrachtet.
Aus dem Inhalt: Forschungsüberblick - Zur Genese von Fontanes Theaterleidenschaft - Kontrastive Analyse der Künstlergestalten in Graf Petöfy (1884) - Fontanes Kunstauffassung - Die Kunst des Lebens - Fontanes ontologische Suche und Priestertum.