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Die hermeneutische Wende

Disziplin und Sprachlosigkeit nach 1800

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Gerd Gemünden

Die hermeneutische Wende untersucht die Bedeutung von Schleiermachers Hermeneutik für die Gebiete der Pädagogik, Medizin und Rechtswissenschaft. Anhand des Umgangs mit Sprachlosigkeit in literarischen und nicht-literarischen französischen, englischen und deutschen Texten des frühen 19. Jahrhunderts wird dokumentiert, wie der Begriff der Interpretation sich nach 1800 einer abrupten epistemologischen Veränderung unterzieht. Dabei wird gezeigt, daß die hermeneutische Absicht, Texte zum Reden zu bringen de facto eine Sprachlosigkeit nicht kuriert, sondern produziert.
Aus dem Inhalt: Die Sprache des Subjekts und das Subjekt der Sprache - Frankenstein und die Monströsität der Sprache - Kaspar Hauser und das Rätsel der Hermeneutik - Pierre Rivière und das Verbrechen der Interpretation - Woyzeck und die Autopsie des Individuums.