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Intellektuelle Aporie und literarische Originalität

Wissenschaftsgeschichtliche Studien zum deutschen Realismus:-Keller, Raabe und Fontane

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Mark Lehrer

Keller, Raabe und Fontane beschäftigen sich mit intellektuellen Paradoxen, die in ihren grössten Werken zugleich literarischen Provokationscharakter annehmen. Zugleich mit der Infragestellung gängiger sozialer Vorstellungen werden überlieferte literarische Raster systematisch gesprengt. Die vorliegende Studie untersucht die Verschränkung von literarischer Originalität einerseits und Aussagen über die ausserliterarische Welt andererseits mit zahlreichen Seitenblicken auf die Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts: Gottfried Kellers Erzählungen im Lichte der zeitgenössischen Anthropologie, Wilhelm Raabes Entwicklungsromane im Zusammenhang mit dem Darwinismus und Theodor Fontanes Sozialromane auf dem Hintergrund der damaligen «Enthüllungspsychologie».