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Werthers Leiden

Die ästhetische Rebellion der Innerlichkeit

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Reinhard Assling

Versucht wird zunächst, aus den Widersprüchen individueller Erfahrung der im Schosse der Feudalgesellschaft sich entwickelnden bürgerlichen Verkehrsformen die eigentümliche Form des Protests gegen die entfremdeten Verhältnisse abzuleiten, die im Begriff der Innerlichkeit abstrakt gefasst ist und deren zentrale Bestimmungen die Empfindsamkeit und die Idealisierung der Natur und der Liebe sind. Die Untersuchung des Werther-Romans erweist diesen als den gestalteten Ausdruck des «unglücklichen Bewusstseins» (Hegel), wobei die bestimmte Form dieser (künstlerischen) Gestaltung das selbstbereitete Schicksal des wortreichen Helden wortlos kommentiert.
Aus dem Inhalt: U.a. Der Ursprung der bürgerlichen Vernunft in der Entzweiung - Leidendes Sich-Fühlen - Erfindung der schönen Natur - Werthers Verhältnis zur Natur - Werthers Verhältnis zur Gesellschaft - Werthers Verhältnis zu sich selbst - Scheitern des gegenbürgerlichen Lebensentwurfs - Selbstreflexion des Romans - Romantische Thematik.