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Das Berlinische im Tagesschrifttum von 1848/49

Studien zum Verhältnis von Idiolekt, Soziolekt und Dialekt

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Beate Führer

Grossstädtische Bereiche wurden von der traditionellen Dialektforschung lange Zeit zu Problemgebieten erklärt, da die Komplexität der hier zu beobachtenden Sprachformen keine klaren Abgrenzungen und Definitionen erlaubte. In Berlin wurde der Dialekt zu Beginn des 19. Jhs. als Gruppensprache der unteren sozialen Schichten gewertet. Die Autoren der Tagespresse verwendeten ihn als Stilmittel, um bestimmte Lesergruppen zu erreichen. Nach einem sprach- und literarhistorischen Exkurs beantwortet die phonologische, lexikologische und syntaktische Untersuchung der Texte die Fragen, inwiefern der gesprochene Dialekt durch die schriftliche Form verändert wird, welche Dialekt-/Soziolektvarietäten gebildet werden und in welchem Zusammenhang sie mit der sprachlichen Tradition der Autoren stehen.
Aus dem Inhalt: Das Tagesschrifttum in Berlin zur Revolutionszeit - Die Stellung Berlins in Sprache und Geschichte - Phonologische, lexikologische und syntaktische Analyse - Katalog der Quellentexte.