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Abstrakte Welt und Eigenschaftslosigkeit

Eine Interpretation von Robert Musils Roman «Der Mann ohne Eigenschaften» unter dem Leitbegriff der Abstraktion

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Martin Menges

Der Begriff der Abstraktion ist das Schlüsselwort der vorliegenden Deutung von Robert Musils grossem Roman. Er markiert das Zentrum, um das sich die einzelnen Untersuchungen zu seinem Gehalt und seiner Gestalt gruppieren. Dabei werden nicht nur die unterschiedlichen Ausformungen jenes gesellschaftlichen Entfremdungsphänomens nachgezeichnet, das Musil als «Abstraktwerden des Lebens» beschreibt, sondern zugleich die im Roman immer wieder erprobte Inversionsstruktur, die darin besteht, dass sich gerade am Höhepunkt von Rationalität, Präzision und bis zur Gegenstandslosigkeit fortgetriebener Abstraktion ein Umschlag zu extrem entgegengesetzten, zu imaginären Räumen ergeben kann.
Aus dem Inhalt: U.a. Abstrakt versus konkret: Das Möglichkeitsdenken im «Mann ohne Eigenschaften» - Offenheit und Obsession-Grenzwerte des utopischen Denkens - Der «Fall» Moosbrugger - Gesellschaftliche Abstraktion - Mystische Abstraktion - Abstrakte Gestaltung - Gegenstandslosigkeit und Irrationalismus.