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Gedanken

Aus vierzig Jahren geistigen Kampfes - Ausgewählt von Freunden

Leonhard Ragaz

Es hat noch nie eine Zeit gegeben, wo die Gerechtigkeit, die Menschenwürde, die Freiheit, die Gemeinschaft und der Friede nicht Gottes heilige Anliegen gewesen wären. Die Sache der Armen und Geringen, die Sache des Unterdrückten ist immer Gottes Sache gewesen. An dieser Sache hat Leonhard Ragaz mit beispielloser Treue sein Leben lang festgehalten. Die Bedeutung von Leonhard Ragaz zu erfassen ist nicht leicht, weil sein Wirken zwei aussergewöhnliche Merkmale an sich hat: es ist ursprünglich und umfassend. Die Ursprünglichkeit bedeutet für den Darsteller insofern eine Schwierigkeit, als ihm die Möglichkeit genommen ist, das Unbekannte durch Bekanntes zu erklären. Ragaz ist nicht Schüler eines Meisters, er ist selber Meister. Er hat wohl viele der Wege abgeschritten welche jene Grossen gebahnt haben, aber er ist auch seinerseits ein Wegebahner, einer, der ins Unwegsame, in unbetretenes Land vordringt.
Aus dem Inhalt: Einführung - Gedanken (ausgewählt von Freunden) - Bibliographie (bearbeitet von R. Lejeune).