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Verheissungen des Glücks

Studien zur Rechts- und Sozialphilosophie des Fortschritts

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Stets war der Begriff «Fortschritt» von Glücksverheissungen begleitet. In der Renaissance, vollends dann in der Aufklärung wandelt er sich zum wissenschaftlichen Fortschritt. Die Rechtswissenschaften und die frühen Formen der Sozialwissenschaften stehen ganz im Bann dieser Utopie der Vernunft. Die Geheimbünde versuchen erstmals, wissenschaftlichen Fortschritt zu «institutionalisieren», Utopismus und Aufklärung sind um eine «Kodifikation des Fortschritts» bemüht. De Sade unternimmt erste ideologiekritische Schritte, indem er die Vernunft als beliebig einsetzbares Rechtfertigungsinstrument entlarvt. Die Traditionszusammenhänge des 19. Jahrhunderts ebnen den Weg für das Verständnis aktueller Probleme. Dabei ergibt sich folgender Befund: Die «Neuzeit» scheint insofern ein Ende zu haben, wie der Fortschrittsglauben, der sie einst hervorgebracht hat. Die automatische Verbindung des Fortschritts mit Glück und Freiheit hat sich zusehends als Illusion erwiesen.
Aus dem Inhalt: U.a. Fortschritt als Aufklärung - Apokrypher Fortschritt: Die Rolle der Geheimbünde in Wissenschaft und Politik - Utopie: Zum Gefüge idealer Gemeinschaften - De Sade und die Aufklärung - Interpretationen zur Hegelschen Rechtsphilosophie - Traditionsaneignung und Denkentwicklung bei Marx und Engels - Historische Wurzeln des Terrorismus - Zur Kritik der Wissenschaft und ihres Fortschritts.