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Cäsarismuskritik und epische Historik

Zur Entwicklung der politischen Ästhetik Bertolt Brechts 1936-1940

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Walter Busch

Die Arbeit stellt den Versuch dar, Brechts politische Ästhetik der Jahre 1936-1940 aus ihrem historischen Entstehungsfeld heraus zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht das Fragment des Cäsarromans. Den Schwerpunkt der Analysen bildet die Frage, in welchen ästhetischen Traditionslinien, in bezug auf welche sozialwissenschaftlichen und geschichtstheoretischen Modelle Brechts Ästhetik entfaltet worden ist. Gefragt wird nach den Waffen - gesellschaftsanalytischer, geschichtswissenschaftlicher und gattungspoetologischer Art-, die Brecht in einer bedrohlichen Situation wie den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aus der marxistischen Tradition bezog bzw. den bürgerlichen Mythologen entwand, um sie, gegen ihre Urheber und Nutzniesser gekehrt, in den aktuellen Kämpfen der Epoche zu funktionalisieren.