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Die Nachkriegszeit im Spiegel der Satire

Die satirischen Zeitschriften "Simpl</I> und "Wespennest</I> in den Jahren 1946 bis 1950

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Bernhard Jendricke

Die Nachkriegsblätter Simpl und Wespennest gehörten zu den ersten, die nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus die Tradition satirischer Publizistik wieder aufnahmen. Ihr kurzer publizistischer Lebenslauf, der in Resignation endete, ist in zweifachem Sinne symptomatisch: Als politische Organe spiegeln sie die restaurative Entwicklung der Nachkriegszeit wider, die die Hoffnungen auf einen fundamentalen demokratischen Neubeginn alsbald zerstörte. Als literarische Zeitschriften zeigen sie die Möglichkeiten und Grenzen satirischer Zeitkritik angesichts der um sich greifenden Wirtschaftswunder-Ideologie.
Aus dem Inhalt: Entstehung und Werdegang der Zeitschriften im Kontext der satirischen Tradition und unter den Bedingungen alliierter Medienpolitik - Selbstverständnis und satirische Praxis - Das Scheitern zeitsatirischer Publizistik nach 1949.