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Die dementierte Alternative

Gesellschaft und Geschichte in der ästhetischen Konstruktion von Kierkegaards «Entweder-Oder»

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Karin Pulmer

Interpretationen von Kierkegaards «Entweder-Oder» begriffen das Werk zumeist als philosophischen Diskurs, seine literarästhetische Faktur als akzidentell. Deren konsequente Analyse aber zeigt, dass die ästhetische Konstruktion die philosophischen Inhalte des Werks perspektiviert und selber Mitteilungsfunktion besitzt. Die von der konkreten gesellschaftlichen Geschichte her argumentierende Interpretation offenbart, wie die inhaltlich dominante Position bürgerlich-protestantischer Ethik von der Struktur des Werkganzen widerlegt wird. Der Widerspruch im Werk antwortet auf die Widersprüche der gesellschaftlichen Situation Dänemarks im Übergang zur bürgerlichen Gesellschaft.
Aus dem Inhalt: Die Fiktionsebenen im Werk - Philosophischer Diskurs und ästhetische Konstruktion - Autorintention und Werkintentionalität - Das Werk als Reflex des gesellschaftlichen Umbruchs: Ideologie und authentische Erfahrung.