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Der melancholische Bürger

Ausbildung bürgerlicher Deutungsmuster im Trauerspiel Diderots und Lessings

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Claudia Albert

Das bürgerliche Trauerspiel bildet seit dem Ende der sechziger Jahre einen Fokus germanistischer Forschung. Sich von einlinigen Basis-Überbau-Zuordnungen absetzend integriert die Untersuchung sozialwissenschaftlich und diskursanalytisch orientierte Interpretationsansätze, um so zu einer genaueren Beschreibung des «Bürgerlichen» im Trauerspiel Diderots und Lessings zu gelangen. Dies ist offensichtlich nicht an die soziale Zuordnung der Figuren gebunden, sondern an eine abstrakte Ethik, die bereits in ihrer Konstitution auf die «Dialektik der Aufklärung» verweist.
Aus dem Inhalt: U.a. Familie und Wertsystem im 18. Jahrhundert - Melancholie als Verdichtung der Widersprüche bürgerlicher Deutungsmuster - «La volonté de savoir»: Die Unterwerfung des Körpers - Die Mätresse als «Philosophin» - Von der «verhinderten Tragödie» zur Komödie.