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Chronotopos Amerika bei Max Frisch, Peter Handke, Günter Kunert und Martin Walser

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Aminia Brueggemann

Unter Bezugnahme auf Mikhail Bakhtins Chronotopos-Theorie werden moderne Amerika-Repräsentationen in den Texten von vier einflußreichen, zeitgenössischen Schriftstellern untersucht: Max Frischs Montauk, Peter Handkes Der kurze Brief zum langen Abschied, Günter Kunerts Der andere Planet und Martin Walsers Brandung. Die amerikanische Landschaft liefert den Grundstoff und den referentiellen Code für ein Einfrieren der zeitlichen Dimension. Die Schilderung eines narrativen Amerika wird in der Problematik des schriftlichen Fixierens reflektiert: Alle Autoren sind sich der Gefahr einer möglichen Reduktion des Beschriebenen bewußt und verlegen aus diesem Grund die offensichtlichere Betonung ihrer Texte auf das Innenleben der Protagonisten oder auf äußere Gegenstände. Dadurch erreichen die vier Texte eine Annäherung an das, was man den amerikanischen Traum nannte.