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Grenzgänger

«Haben als hätten wir nicht» in Literatur und Religion- Essays

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Jörg Schäfer

An der Grenze zwischen Literatur und Religion wird ein «sublimer Gemeinplatz» illustriert: Leben finden, indem man es preisgibt; vom paulinischen «Haben als hätten wir nicht» zu Sancho Pansas närrisch-weiser Gelassenheit. Wesentlich sind Kierkegaards Suche nach «Möglichkeit» und die Todesüberwindung in christlicher Kreuzestheologie. Die 13 Essays (z.T. auf Vorträgen beruhend) behandeln u.a. das Seelsorgegespräch Parzival-Trevrizent; Liebe, religiöse Hingabe und Tod in spätmittelalterlicher Lyrik; Rilkes «Requiem» als Trauerarbeit; neues Leben im Todeserlebnis vom Hiob zum Film Philadelphia; das Gleichnis vom verlorenen Sohn; dialektisch-sakramentale Gegenwart im Abendmahl und in Eliots «Vier Quartetten»; Leben aus dem Tod bei Märtyrern; Todesgrauen und Lebenshoffnung: Trakl, das Kreuz; Sprachlosigkeit und Lebensgewinn im Chandosbrief und im Tod des Iwan Iljitsch; und als Satyrspiel: Don Quixote.