Show Less
Restricted access

Kritik des Kritikers

Bölls "Ansichten eines Clowns</I> und Kleists «Marionettentheater»

Series:

Irene Compton

Der Diskurs über Bölls Ansichten (1963) liess bis jetzt weitgehend die Funktion der Kleistschen Marionette unberücksichtigt. Diese Studie untersucht die Rolle und Funktion des Marionettenkomplexes im Roman und identifiziert Ansichten, basierend auf der kritischen Darstellung des Gesellschaftskritikers, als reine Satire. Durch die Einbeziehung des Kleistschen Gliedermannes, auf den Böll drei Mal im Roman hinweist, in die Analyse des Romans gelingt der Nachweis, dass Böll den Clown als satirisches Objekt benutzt, durch das er die Kulturgläubigkeit der Deutschen und ihre Hoffnung auf Hilfe von Seiten der Künstler kritisiert.